Illustration von Juliette Léveillé - Tapas im Baskenland mit Blick auf die Weinreben

[ WEINE ]

Meine Favoriten, die ich bei meinen Recherchen zu den Papier-Reiseführern entdeckt habe.

von Valentine Cinier (Verlag Papier, Biarritz)

Valentine Cinier, die eine Zeit lang als Journalistin für verschiedene Zeitungen (Les Inrocks, Paulette, Le Parisien, Konbini usw.) gearbeitet hat, beschließt, alles (einschließlich Paris) hinter sich zu lassen und lässt sich in Biarritz an der baskischen Küste nieder.

2020 setzt sie ihr Vorhaben, einen Mikroverlag zu gründen, in die Tat um und der @guidepapier, ein etwas anderer Reiseführer, der als Liebeserklärung an ihre Wahlheimat gedacht ist, erscheint. Seitdem zieht diese ess- und trinklustige Feinschmeckerin durch Frankreich, um die besten Spots für gutes Essen und Trinken zu finden, für schöne Ausflüge in die Natur und um talentvolle Handwerksbetriebe zu entdecken. So sind mehrere neue Reiseführer erschienen, die die Handschrift der Éditions Papier tragen. Valentine hatte auch die Idee zum Pinard-Führer, der 2021 erscheint und einen einfachen Zugang zum Naturwein eröffnen soll.

Für das EuroCave-Magazin stellt sie eine Auswahl ihrer liebsten Tropfen vor, die sie auf ihren verlegerischen Streifzügen entdeckt hat: Wein, aber auch natürlicher Cider und handwerklich hergestellte Spirituosen.

01.

Domaine La Paonnerie (Loire-Tal)
Lundi, Empfehlung aus dem Pinard-Führer
 

„Marie Carroget wacht über acht Hektar Weinberge, die mit Grelot Gris und Noir, Chenin, Muscadet oder auch Abouriou im Pays d'Ancenis bepflanzt sind. Das Weingut wurde 1997 auf biologischen Weinbau und 2000 konsequent auf biodynamischen Weinbau umgestellt. Marie geht bei der Weinbereitung und beim Weintrinken ihren eigenen Vorlieben nach. Dieser realistische und selbstbewusste Ansatz hat zu einer besonderen Cuvée geführt, der Cuvée „Lundi“, einer Assemblage aus den Sorten Grelot und Gamay. Ein aufmunternder Schluck gegen die Montagsdepression. Eine tolle Idee!“

 

02.

Cidrerie du Golfe (Bretagne)
Le Cidre d'ici, etc., Empfehlung aus dem Bretagne-Reiseführer der Editions Papier

 

„Jeder Cider hat seine eigene Geschichte, seinen Namen, sein Etikett. Die Cider der Cidrerie du Golfe erzählen alle eine Geschichte: „Le Cidre d'ici“ wird mit Äpfeln hergestellt, die aus verlassenen Obstgärten stammen, der „Hors norme“ ist ein kräftiger „Cidre Paysan“, der rustikaler daherkommt, „Le Hoops“ wird mit Hopfen aufgegossen, der „Gueule de bois“ wird in einem Schnapsfass mit mehreren Generationen von Äpfeln und Hefen zubereitet.“

Im Sog der Experimente mit natürlichen und naturbelassenen Weinen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, behauptet der Cider tapfer seinen Platz.

 

03.

Le Philtre (Charentes)
Organic Vodka, Empfehlung aus dem Reiseführer Le Philtre

 

„Ich habe mich in diesen französischen Wodka verguckt, der sechsmal destilliert, in der Region Cognac abgefüllt und aus Weizen aus biologischem Anbau hergestellt wird. In der Nase zeigt Le Philtre leichte Toastnoten, im Mund Röstnoten und Noten von gerösteten Mandeln und Tonkabohnen. Auch die Flaschen haben sich der Nachhaltigkeit verschrieben: Sie werden aus recyceltem Glas hergestellt, haben ein Pfand und können wieder aufgefüllt werden.“

 

04.

Chai UVA (Sète)
Macarello, Empfehlung aus dem Pinard-Führer

 

„Pablo Siranossian und Mathilde Bayle, die im Leben und im Weinberg ein Paar sind, sind mit Feuereifer in ihrem urbanen Weinkeller mitten im Zentrum der Hafenstadt Sète bei der Sache. Das Duo aus Québec und Arles hat sechs Jahre lang in Berlin gelebt, bevor es sich in das Abenteuer der Weinzubereitung stürzt. Seit 2021 ist UVA (italienisch für „Traube“) ihre neue Spielwiese. Alle Trauben stammen aus dem biologischen oder biodynamischen Weinbau und kommen unter anderem bei der Herstellung des „Macarello“, eines mazerierten Weißweins, zum Einsatz. Diese Assemblage der Rebsorten Xarello und Maccabeu wird durch zwölf Tage Mazeration und vier Monate Ausbau im Tank veredelt.“

Eine Reportage, nachzulesen im Pinard-Führer.

 

05.

Distillerie Sugaar, „Feuergin“ (Baskenland)
Gin Argitzal, Empfehlung aus dem Baskenland-Reiseführer der Editions Papier

 

„Der Name dieser handwerklich arbeitenden Brennerei ist eine Hommage an den baskischen Gott des Feuers und des Blitzes. Matthieu Rivera stellt hier den Gin „Argitzal“ her (was auf Baskisch so viel wie „Schatten des Lichts“ bedeutet). Dieser Gin wird aus frischem Hopfen aus dem südlichen Baskenland, Szechuanpfeffer und Grapefruitschalen zubereitet. Dieser frische und elegante Gin bestätigt, dass der Trend für Terroir-Spirituosen mit dem neu erwachten Interesse an umweltfreundlichen Produktionen einhergeht.“

Illustration - Juliette Léveillé

Sie hat an der Kunsthochschule HEAR in Straßburg, Fachklasse Illustration, studiert. Seitdem zeichnet Juliette Léveillé hauptsächlich für die Presse (Télérama) und das Verlagswesen (Payot, Les Arènes, Bayard, Gallimard usw.). Sie beteiligt sich auch gerne an unabhängigen Projekten. Und stellt eigene geheftete oder handgebundene Bücher in sehr begrenzter Auflage her. Gelegentlich entwirft sie auch Plakate oder andere Bilder, die im Siebdruck- oder Risodruckverfahren gedruckt werden.

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